Lost Stars










 

Lost Stars 2025

Videoinstallation (Edition1/5)

Die Arbeit Lost Stars verwendet historische Sammelbilder aus Zigarettenschachteln als Ausgangsmaterial. Die 26 Bilder zeigen Schauspieler:innen des deutschsprachigen Nachkriegskinos. Die Bilder sind Teil eines massenhaft verbreiteten Sammelsystems, das auf Wiederholung, Wiedererkennbarkeit und serielle Ordnung angelegt ist.

In der Bearbeitung sind die Gesichter der dargestellten Personen bis auf die Augenpartie weitgehend entfernt, Kleidung, Körperhaltung und Bildhintergrund bleiben sichtbar. Durch diesen Eingriff wird die Funktion des Porträts grundlegend verändert. Die Bilder zeigen weiterhin Personen, verweigern jedoch Identifikation. Die übliche Verbindung zwischen Gesicht, Name und öffentlicher Figur wird unterbrochen. Was bleibt, ist eine formale Hülle mit einem Blick, der keinem eindeutig lesbaren Gesicht mehr zugeordnet ist.

Die Videosequenz reiht diese Bilder ohne erzählerische Entwicklung aneinander. Es entsteht kein Narrativ, sondern eine Abfolge ähnlicher, variierterZustände. Die serielle Präsentation verstärkt den Eindruck eines Systems, in dem Individualität nur noch als Fragment erscheint.

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