
Lateinisches Quadrat 2009
81 Pappwürfel, 8 Acrylglasscheiben
94,8x 90 x 90 cm variabel
81 weiße Pappwürfel bilden ein gleichmäßiges Raster, gehalten von acht klaren Acrylglasscheiben. Die Anordnung folgt dem Prinzip des lateinischen Quadrats, das Leonhard Euler im 18. Jahrhundertentwickelte: Jeder Wert kommt pro Zeile und Spalte nur einmal vor. Die Zahlen selbst fehlen hier; übrig bleibt die reine Struktur.
Entscheidend ist der Blickraum. Aus einer bestimmten Entfernung deckt auf jeder Sichtlinie ein Würfel den nächsten. Die Ebenen überlagern sich so, dass kein freier Durchblick entsteht - von keiner Seite und in keinem Winkel. Der Aufbau wirkt transparent, blockiert aber jede Transparenz.
Das Werk zeigt ein vollständiges Ordnungssystem, das sich nur als Körper im Raum manifestiert. Statt Lösung oder Interpretation gibt es nur die Regel: eine mathematische Logik, die sichtbar ist und gleichzeitig jede Sichtachse schließt.



