
Flaschendrehen 2013
Plastikflaschen, geschnitten
ca. 30cm x 120cm
Die Arbeit besteht aus mehreren Fragmenten einer PET-Flasche, die in einem leichten Bogen an der Wand angeordnet sind. Von links nach rechts verändert sich die Lage der Flasche: aus der Senkrechten über zunehmende Neigungen bis zu stark gekippten Positionen. Die Einzelstücke zeigen jeweils nur den Teil, der in der entsprechenden Haltung unterhalb eines waagerechten Wasserspiegels liegen würde.
Der Schnitt folgt damit immer der gedachten Füllhöhe. Zu Beginn bleibt fast der gesamteKörper erhalten, während Hals und Verschluss oberhalb des Pegels liegen und fehlen. Mit zunehmender Neigung verkürzt sich das Volumen, der Schwerpunkt wandert in den Hals; in den letzten Segmenten dominieren Hals und Verschluss – als letzter „gefüllter“Abschnitt vor dem vollständigen Ausgießen.
Flaschendrehen überführt den Vorgang des Entleerens in eine Reihe statischer Zustände. Die Flasche erscheint als Abfolge von Pegeln, die den Übergang von voll zu leer in präzisen Stufen fixieren.

