
Astrid 2009
Zeichnung, Lackstift auf Glas (Schiebefenster)
76cm x 85cm
Ein altes Schiebefenster dient als Träger für eine zweiteiligeZeichnung. Auf der linken Glasfläche erscheint ein Gesicht - Augen, Nase, Mund. Auf der rechten Fläche fehlen die Züge vollständig; nur Haar und Hals sind vorhanden. Erst in der Überlagerung entsteht ein Portrait, das sich dem Betrachter niemals vollständig zeigt.
Die Arbeit behauptet eine Person, ohne sie abzubilden: Der reale Körper existiert nur als Differenz zwischen beiden Scheiben. Wenn der Betrachter den Blick verschiebt, verschieben sich auch die Fragmente – mal setzen sie sich zu einem Gesicht zusammen, mal fallen sie wieder auseinander. Astrid formuliert Identität als Lücke: das, was zwischen zwei Ansichten liegt und sich nur im Sehen vervollständigt.